Magnetwalze

Magnetwalzen (auch als Magnetrollen bekannt) werden am Kopf des Förderbandes montiert, wo der Austrag stattfindet, und entfernen Metallverunreinigungen aus dem Produkt auf dem Förderband. Sie ist in das System zur automatischen kontinuierlichen Trennung integriert und zieht während der Walzenrotation die Metallteile an, während das gereinigte Produkt austritt. Sobald das Förderband die Walze verlässt lässt die Wirkung des Magnets nach und die unerwünschten Verunreinigungen fallen von der Bandunterseite in einen separaten Auffangbehälter. Dieser Magnettyp dient als zusätzlicher Schutz gegen Metallteile, die tief in das Produkt eingedrungen sind und bei der ersten Separation durch einen Hängemagnet nicht extrahiert wurden. Die Qualität und Reinheit des verarbeiteten Materials wird dadurch erheblich verbessert.

Beispiele für Anwendungen sind Industrieprozesse mit trockenen, rieselfähigen Materialien wie Kunststoffe, Pulver, Körner, Holzabfälle, Gummi und ähnliches.

Magnetwalze (auch Magnetrolle oder Walzenmagnet genannt) trennt Metallverunreinigungen (schwarz) vom gereinigten Produkt (rot).

Magnetrollen sind nach kundenspezifischen Vorgaben mit den gewünschten Anschlusswellen erhältlich. Besonderheiten wie ballige Oberflächen können gegebenenfalls ins Design integriert werden. Die Fertigung der Walze in Form eines Fasses hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Förderband exakter die Richtung auf der Walze einhält. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn kein Spannsystem in der Fördereinrichtung vorhanden ist, das die Seitwärtsbewegung des Bandes steuert. Die Walze kann auch mit einer Gummibeschichtung geliefert werden, die auf die Oberfläche geklebt ist, wodurch das Förderband aus Gummi nicht mehr über die Walze rutscht.

Eine Magnetwalze kann als Teil einer völlig neuen Anlage oder als Sonderanfertigung in bestehende Fördersysteme integriert werden. In beiden Fällen ist die Montage denkbar einfach. Die Walze wird aus Edelstahl 304 SS mit starker Korrosionsbeständigkeit gefertigt. Die Ferritwalze besitzt üblicherweise eine Stärke von 1.500 - 2.000 Gauß. Der stärkste Seltene-Erden-Magnet für diese Anwendung mit hoher Energiedichte besitzt eine Stärke von 3.500 Gauß und kann kleinste Partikel aus dem Material entfernen.

Die Magnetwalze am Materialaustritt des Förderbandes besitzt einen weiteren großen Vorteil: durch die Selbstreinigung ist keine oder nur eine minimale Wartung erforderlich. Das gereinigte Material fällt direkt von der Magnetwalze, während das Metall noch am Band gehalten wird. Sobald sich das Band von der Magnetwalze entfernt, werden die Metallteile freigegeben, am besten in eine Abfallrutsche, und macht das Förderband damit zu einem selbstreinigenden Magnet.

Die beständigen und permanenten Eigenschaften der Magnetwalze bedeuten, dass keine externe Energiequelle zum Betrieb benötigt wird und der durchschnittliche Verlust der Magnetfeldstärke von weniger als 5 % im Laufe eines Jahres zu vernachlässigen ist (es sei denn, die Walze ist Hitze, Schlägen oder Vibrationen ausgesetzt). Die Walze ist damit eine kostengünstige Lösung, ein besseres Endprodukt zu gewährleisten.

Vereinfachte Darstellung einer Magnetwalze, die Metallverunreinigungen (schwarz) vom gereinigten Produkt (rot) trennt.
Ferritwalze für eine Rückgewinnungsanlage. Breite 1555 mm x 218 mm Durchmesser, ballige Oberfläche Maßgefertigte Wellen.
Seltene-Erden-Magnetwalze (3.500 Gauß) mit Gummiüberzug für ein Unternehmen, das Altreifen recycelt.

Merkmale

  • Leicht zu installieren
  • Selbstreinigender Betrieb
  • Beständig, permanent und stromlos
  • Erhältlich mit leistungsstarken Seltene-Erden-Magneten

Technische Angaben

  • Kundenspezifische Anfertigung
  • Abschlusswellen gemäß Anforderungen
  • Anlage vollständig aus Edelstahl
  • Mit balliger Oberfläche erhältlich
  • Gummioberfläche auf Bestellung

Magnetwalze und Hängemagnet CPM Elefant

Eine Seltene-Erden-Magnetwalze im kombinierten Betrieb mit einem Hängemagnet auf einem Förderband in der Kunststoffverarbeitung